Nacktscanner - Intimitätsverlust bei Flugreisen inbegriffen
Ich stelle mir gerade vor, wie lüsterne Sicherheitsbeauftragte am Flughafen vor dem Ganzkörperscanner, auch gern als Nacktscanner bezeichnet, ins Schwitzen kommen. Igitt!
Die Sicherheitsschleuse ist jetzt schon eine Qual. Intime Pflegeutensilien finden in durchsichtigem Plastik verpackt den Weg in die Augen der Mitreisenden. Gürtel müssen ausgezogen werden und Hosen beginnen zu rutschen. Der zuhause perfekt zurecht gezupfte Blusenkragen über dem Blazer wird in nullkommanix zerstört, weil Jacken nicht am Körper bleiben dürfen. Aber es reicht nicht. Ein Ganzkörperscanner muss her.

Foto dpa / Tagesschau
Der Grünen-Politiker Wolfgang Wieland sagte: “Dieser elektronische Zwangs-Strip verletzt den Bereich der Intimsphäre nicht nur, er hebt ihn auf.” Der Flughafen sei kein FKK-Strand, kritisierte Ulla Jelpke von der Linksfraktion. (Tagesschau)
Scannen statt Abtasten. Wie wird das wohl bei der Geschlechtertrennung? Immerhin stehen für das Abtasten jeweils ein männlicher und eine weibliche Sicherheitskraft zur Verfügung. Und wer guckt dann durch den Nacktscanner und wie wird das Bild vor fremden Blicken geschützt?
Laut Heise müssen die Kontrolleure an den Bildschirmen von den durchleuchteten Menschen “räumlich getrennt” sitzen und die Nacktbilder dürften nicht gespeichert werden. Mehr Infos auch bei Taz, Spiegel und ein Kommentar in der Sueddeutsche.






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